Wovon ist die Lowlight Bildqualität abhängig?
Unter Lowlight versteht man Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen. Die meisten Camcorder machen bei Tageslicht im freien sehr schöne Video Aufnahmen mit guter Schärfe und Satten Farben. Doch bereits bei der Aufnahme in Innenräumen trennt sich die Spreu vom Weizen. Nicht jeder Camcorder kommt mit den Unterschiedlichen Lichtbedingungen gleichermaßen zurecht. Aufnahmen in geschlossenen Räumen oder am Abend bei wenig Licht wirken flau und verrauscht.
Da helfen auch keine Night View Aufnahme Modis, denn diese Arbeiten entweder mit einem IR Filter, der zwar die Umgebung auch bei dunkelheit gut erkennen läßt, aber das ganze Video in einen Grünstich taucht. Die andere Version der üblichen Nightshot Modis ist die belichtungszeit um ein Vielfaches zu verlängern was zwar nicht den Nebeneffekt mit den grünen AUfnahmen hat, jedoch in einer Ruckeligen Diashow endet und im Praxiseinsatz kaum zu gebrauchen ist.
Aber warum haben manche Camcorder eine bessere Lowlight empfindlichkeit als andere? Bei der Lowlight Tauglichkeit kommen mehrere entscheidende Faktoren zu trage. Zum einen hängt es von der Verwendeten Optik ab. Diese sollte möglichst hochwertig sein und einen möglichst geringen Lichtverlust bieten. Jedes Optische element schluckt einen Geringen Anteil von dem einfallendem Licht. Mit einer Lichtstarken Optik kann man diesen Anteil gering halten.
Als nächstes trifft das licht auf den Bildwandler (CCD/CMOS) und wird dort weiterverarbeitet. Eine entschidende Rolle für die LowLight verhalten des Camcorders trägt die Chipgröße des Bildwandlers bei. Der Bildwandler hat eine Gewisse größe (z.b. 1/3" oder 1/5") auf welchem er die Auflösung des Bildwandlers verteilt (z.B. 0,9 MP oder 2,3 MP). Je größer der Bildwandler CHip ist, desto größer ist die Fläche der einzelnen Pixel. Umso größer die Fläche der einzelnen Pixel ist, umso mehr Licht können die einzelnen Pixel verarbeiten! Wenn ein CMOS/CCD kleiner ist, gilt entsprechend das gegenteil. Bedonders HDV und AVCHD Camcorder haben es nicht leicht. Da sie eine wesentlich höhere Auflösung haben als normale SD Camcorder, verteilen sich mehr Pixel auf der Bildwandler fläche, wodurch zwangsweise die Flache für jeden einzelnen Pixel kleiner wird. Hat also ein SD Camcorder und ein HD Camcorder die selbe CCD größe, so ist anzunehmen das der SD Camcorder eine bessere Lichtempfindlichkeit haben wird. Da die Herstellung von großen Bildwandlern wesentlich kostspieliger ist als die von kleinen, findet man diese großen und Lichtstärkeren Modelle meist in den teuren Prsumer Camcordern.
Als letztdes kommt noch die elektronik ins Spiel, die den Aufnahmen noch das letzt mögliche Rauskitzelt. Die elektronische Bildaufhellung kann allerdings zu verrauschten Bildern und unnatürlichen Farben führen. Am besten sollte die elektronik hier so wenig wie möglich nachkorrigieren.
Ausnahmslos empfhelenswert und als Refernez für die Lowlight Aufnahme zu sehen ist der Canon XH A1. Im Bereich unter 1000€ wäre hier mal wieder der erstklassische Canon HV20 klarer Favorit.
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